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Boddentour

Nach gut 2 jähriger Pause, verschlug es uns diesmal in der Zeit vom 1. – 8. Oktober 2005 nach Mecklenburg Vorpommern. Das Gebiet um Zingst, Hiddensee und Rügen wird auch als Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bezeichnet.

Nach gut 2 jähriger Pause, verschlug es uns diesmal in der Zeit vom 1. – 8. Oktober 2005 nach Mecklenburg Vorpommern. Das Gebiet um Zingst, Hiddensee und Rügen wird auch als Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bezeichnet. Jedes Jahr im Herbst sammeln sich hier über 30000 Kraniche, bevor sie ihre weite Reise in den Süden antreten.

gruppenfoto

Aber nun zum eigentlichen Grund unseres Ausflugs, dem Boddenangeln. Es ist 7.00 Uhr morgens und wir befinden uns in einem kleinen Hafen namens Barhöft, wo wir uns mit Fisch & Fang Redakteur und Guide Mathias Fuhrmann vom Team Boddenangeln verabredet hatten. Wir staunten nicht schlecht, als er seine mitgebrachten Köderboxen samt Zubehör vor uns aufbaute. Er erklärte uns sehr ausgiebig und eindrucksvoll welchen Gummifisch man für die einzelnen Fischarten benötigte. Ob Hecht, Zander, Barsch oder Dorsch, für jeden gab es eine andere Farbe. Gut ausgerüstet und voller Optimismus teilten wir uns auf die 2 gemieteten Boote und das Guideboot von Mathias auf. Dann ging es endlich los auf den spiegelglatten Bodden. Nach 20 minütiger Fahrtzeit im Kubitzer Bodden stoppten wir zum ersten mal um zur praktischen Vorführung zu kommen. Denn nur wenn man das Jiggen richtig beherrscht, hat man auch die Chance einen Hecht zu fangen. Mathias zeigte uns bei seinem ersten Wurf gleich wie es geht. Ein paar kurze Jiggs, dann rief er „ Kontakt „ und nach kurzem Drill landete er einen schönen 80er Hecht an Bord. Petri Heil, das fängt ja gut an. Ab jetzt war keiner von uns mehr zu halten und nach kurzer Zeit fingen auch wir einige schöne Hechte. Mathias, zwischen angeln und telefonieren immer irgendwie beschäftigt fuhr uns ständig an die so genannten Kannten der Fahrrinne, wo die Fische standen. Dann wurden wir Zeuge, wie so ein  richtig „ Großer „ an Mathias Angel biss. Er wusste gleich, das ist einer um die 30 Pfund. Nach einem knallhartem Drill war es dann soweit. Überglücklich landeten wir einen Kapitalen 119 cm Hecht an Bord. Kurz den Fisch in die richtige Position gebracht und nach ein paar tolle Bildern wurde er wieder schonend in den Bodden zurück gesetzt. Es sollte der größte gefangene Hecht im Monat Oktober sein, wie sich später herausstellte. Unter den Boddenanglern gibt es nämlich eine eigene Hechtliga, die auf der Homepage unter www.boddenangeln.de immer aktualisiert wird. So fingen wir am ersten Tag 12 schöne Hechte und  zum Schluss noch einen 66er Zander. Rundum Zufrieden traten wir die Rückfahrt an. Am nächsten Tag beschlossen wir es einmal auf Dorsch zu probieren. Mathias führte uns bei herrlich sonnigen Oktoberwetter an die Nordspitze von Hiddensee, dem so genannten Dornbusch. Hier verläuft die 10 mtr. Tiefenlinie und es gibt zahlreiche Gräben was die Dorsche förmlich anzieht. Der Spaßfaktor beim Spinnfischen auf  Dorsch ist enorm groß und mit dem klassischem Kutterangeln nicht zu vergleichen. Auch das montieren von tieflaufenden Wobblern  wurde von Erfolg gekrönt. Neben den Dorschen fingen wir hierbei auch ein paar schöne Hornhechte. Nach einem wiederum gelungenem Angeltag fuhren wir mit unserem Fang zurück nach Barhöft, wo wir dank Mathias die Fische am Schlachtplatz der hiesigen Anglerpension „ Zur Proviantkiste „ filetieren und einfrieren durften.

Am letzten Tag unseres Angelausflugs ging es dann wieder auf Hecht. Unser Guide Mathias führte uns an seine fängigsten  Stellen und so dauerte es nicht lange bis die ersten Hechte gelandet wurden. Leider sind uns an diesem Tag auch viele verloren gegangen. Selbst die Rolle von Markus musste einem großen Hecht Tribut zollen. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten, nur mit ausgezeichnetem Gerät hier auf Hecht zu angeln. Auch dieser Tag bescherte uns einige schöne Hechte und Andreas fing mit seinem letzten Wurf noch einen schönen Zander. Die Hechte wurden von uns wieder alle schonend zurückgesetzt, denn Catch & Relais wird hier an den Bodden sehr groß geschrieben. Die Bodden verfügen über einen in Deutschland einzigartigen Hechtbestand und nur wenn damit vernünftig umgegangen wird werden „ WIR „ die Petrijünger uns daran noch lange erfreuen können. In diesem Sinne möchte sich der ASC Welkers  mit seinen 9 begeisterten Anglerfreunden bei Mathias Fuhrmann und seinem Team Boddenangeln recht herzlich bedanken, der uns mit seinen Fachkenntnissen zu einem unvergesslichem und erfolgreichem Angelausflug verholfen hat.

Autor: Stefan Eib